Zjazd książąt śląskich z 1329 roku

  1. Marian J. Ptakavis@prawo.uni.wroc.pl

Abstract

The Congress of Silesian dukes of 1329

The study examines documents which originated in connection with avisit by the King of Bohemia and Poland, John of Luxembourg, to Wrocław in April and May 1329. So far scholars have pointed primarily to the reduction to vassalage of successive Silesian dukes from the Wroclaw line (Bolesław III of Legnica and Brzeg) and Głogów line (Henry of Żagań, Conrad of Oleśnica and John of Ścinawa). They have stressed the pressure exerted by the Bohemian king, which the various dukes were unable to withstand. The author has attempted to take acloser look at the contents of the extant documents, particularly vassalage documents. They show that the King of Bohemia convened a congress of dukes to Wrocław, during which matters of vassalage were negotiated not only for individuals but also for the various lines. The negotiations featured atwo-person ducal deputation acting as acourt of arbitration. The documents list the dukes’ rights and freedoms with regard to the territories they governed and people settled there as well as the rights of the Bohemian king as the feudal lord. They also regulated the question of mutual relations between the dukes in property and other matters. Consequently, they should be viewed as the first written legislative acts fundamental and constitutional in nature, both in the various duchies and in their association referred to as the Duchy of Upper and Lower Silesia.

Zusammenkünfte der schlesischen Herzöge aus dem Jahre 1329

Zum Gegenstand der Bearbeitung wurden Dokumente, die im Zusammenhang mit dem Aufenthalt des Königs von Böhmen und Polen, des Johann von Luxemburg im April und Mai 1329 in Breslau entstanden sind. In der bisherigen Literatur wird vor allem auf die Vasalisierung weiterer schlesischer Herzöge der Breslauer (Boleslaus 3. von Liegnitz und Brieg) und Glogauer (Heinrich v. Sagan, Konrad v. Oels und Jan v. Scinawa) Linie hingewiesen. Hervorgehoben wurde dabei der durch den böhmischen König ausgeübte Druck, dem die einzelnen Herzöge sich nicht widersetzen konnten. Der Verfasser sah in die erhaltenen Dokumente ein und schenkte seine besondere Aufmerksamkeit den Lehensdokumenten. Aus diesen ergibt sich, dass der böhmische König die Zusammenkunft der Herzöge in Breslau einberufen hat, wo man die Angelegenheiten der Lehensverhältnisse nicht nur individuell, sondern auch gruppenweise verhandelte, im Rahmen einzelner Linien unter Beteiligung einer Zweipersonendeputation des Herzogs, die die Funktion eines Schiedsgerichtes erfüllte. In den Lehensdokumenten wurden die bisherigen Rechte und Freiheiten der Herzöge in Bezug auf die ihnen unterliegenden Gebiete und die dort ansässige Bevölkerung sowie die Rechte des böhmischen Königs als den Senior genannt. Sie regelten auch die gegenseitigen vermögensrechtlichen und sonstigen Verhältnisse zwischen den Herzögen. Folglich sind diese Dokumente als erste Rechtsakten eines fundamentalen und verfassungsrechtlichen Charakters anzusehen und das sowohl in den einzelnen Herzogtümern, als auch in ihrer Verbindung, für die der Name Herzogtum Ober- und Niederschlesien gängig ist.

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Prawo

321, Studia Historycznoprawne, 2016

Strony od 115 do 138

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